Zwei Arbeitsverträge vergleichen: das alte gegen das neue Angebot
Beim Jobwechsel wird meist das Gehalt verglichen und der Rest überflogen. Dabei stehen die teuren Unterschiede woanders: in der Überstundenregelung, der Verfallklausel, dem Wettbewerbsverbot und der Kündigungsfrist. Die Gegenüberstellung zeigt beide Verträge Klausel für Klausel nebeneinander.
Worin sich zwei Angebote unterscheiden
Überstunden und All-in
Pauschalklauseln, die alle Mehrarbeit als abgegolten erklären, sind in Deutschland ohne Begrenzung regelmäßig unwirksam. In Österreich sind All-in-Verträge verbreitet, brauchen aber eine Deckungsprüfung gegen das Grundentgelt.
Probezeit und Kündigungsfrist
In der Probezeit gilt eine verkürzte Frist, danach die gesetzliche oder vertragliche. Wer eine lange Bindung eingeht, verliert Verhandlungsspielraum, falls der Job nicht passt.
Verfallklausel
Ausschlussfristen unter drei Monaten sind unwirksam, ebenso Klauseln, die den Mindestlohn erfassen. Sie entscheiden darüber, ob du eine Forderung nach dem Ausscheiden überhaupt noch geltend machen kannst.
Wettbewerbsverbot
Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung ist in Deutschland unverbindlich. Ist eine Entschädigung vereinbart, schränkt es deine nächste Stelle für die Dauer aber real ein.
Variable Vergütung
Bonus, Provision und Zielvereinbarung: entscheidend ist, ob der Anspruch bei Ausscheiden anteilig bleibt oder komplett entfällt, und wer die Ziele festlegt.
So sieht die Gegenüberstellung aus
Beispielhafte Gegenüberstellung zweier Arbeitsvertragsangebote (Muster, keine realen Verträge)
| Kriterium | Aktueller Vertrag | Neues Angebot |
|---|---|---|
| Risiko-Score | 3,5 von 10 | 6,9 von 10 |
| Kritische Punkte | 1 | 3 |
| Überstunden | Bis 10 Stunden pro Monat abgegolten | Pauschal mit dem Gehalt abgegolten |
| Kündigungsfrist | Gesetzlich | 3 Monate zum Quartalsende, beidseitig |
| Verfallklausel | 6 Monate, zweistufig | 2 Monate, einstufig |
| Wettbewerbsverbot | Keines | 12 Monate, Entschädigung geregelt |
Deutsches und österreichisches Recht
Geprüft wird gegen BGB, KSchG und Nachweisgesetz in Deutschland sowie AngG und ABGB in Österreich.
Einzelne Vertragsarten prüfen
Häufige Fragen
- Lohnt sich der Wechsel bei höherem Gehalt immer?
- Nicht automatisch. Eine pauschale Überstundenklausel, eine kurze Verfallfrist oder ein Wettbewerbsverbot können den Vorteil aufwiegen. Deshalb hilft die Gegenüberstellung beider Verträge statt zweier getrennter Eindrücke.
- Gilt der Vergleich auch für österreichische Arbeitsverträge?
- Ja. Österreichische Verträge werden gegen AngG und ABGB geprüft, deutsche gegen BGB, KSchG und Nachweisgesetz. Ein deutsches und ein österreichisches Angebot lassen sich nebeneinander bewerten.
- Kann ich einen unterschriebenen Vertrag noch prüfen lassen?
- Ja, und das ist sinnvoll: Unwirksame Klauseln binden dich nicht, auch wenn du unterschrieben hast. Zu wissen, welche das sind, hilft im Konfliktfall.
- Sieht mein Arbeitgeber, dass ich vergleiche?
- Nein. Die Dokumente liegen in deinem Konto, die Verarbeitung erfolgt in der EU, und du kannst sie jederzeit löschen.
Beide Angebote nebeneinander sehen
Beide Dokumente hochladen oder aus dem Depot wählen. Die Gegenüberstellung zeigt Risiko-Score, kritische Punkte und Fristen je Seite. Vergleichs-Paket ab 8,99 €, einmalig.
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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Diese Analyse ist eine KI-gestützte Informations- und Auffälligkeitsprüfung und stellt keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung dar (Deutschland: RDG, Österreich: RAO). Sie macht potenziell auffällige Klauseln sichtbar und bewertet Prüfbedarf, nicht die Rechtswirksamkeit. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt.