Fallbeispiel

Zwei Mietverträge vergleichen, bevor du zusagst

Porträt von DI (FH) Shahab Daban, MScVon DI (FH) Shahab Daban, MScFachlich geprüft von CheckVertrag Legal Review

Zwei Wohnungen, zwei Verträge, und die Entscheidung fällt oft nach Lage und Kaltmiete. Der teurere Vertrag ist am Ende aber häufig der, dessen Nebenkostenregelung, Staffelmiete und Renovierungsklausel über die Jahre mehr kosten. Die Gegenüberstellung legt beide Verträge nebeneinander und zeigt, wo sie sich tatsächlich unterscheiden.

Worin sich zwei Angebote unterscheiden

  1. Kaution und Rückzahlung

    In Deutschland höchstens drei Nettokaltmieten, in drei Raten zahlbar (§ 551 BGB). In Österreich ist die Höhe nicht gedeckelt, üblich sind drei Bruttomieten. Wichtig ist auch, wie und wann zurückgezahlt wird.

  2. Staffel- oder Indexmiete

    Eine Staffelmiete legt Erhöhungen im Voraus fest, eine Indexmiete koppelt sie an den Verbraucherpreisindex. Über fünf Jahre entscheidet diese Klausel oft mehr über die Gesamtkosten als die Anfangsmiete.

  3. Schönheitsreparaturen

    Starre Fristenpläne und Endrenovierungspflichten sind in Deutschland regelmäßig unwirksam. Ein Vertrag, der sie enthält, ist nicht automatisch schlechter, aber die Klausel gehört überprüft, bevor du sie einkalkulierst.

  4. Kündigung und Bindung

    Beidseitiger Kündigungsverzicht, Mindestlaufzeit oder Befristung: Der Vertrag mit der günstigeren Miete kann derjenige sein, aus dem du zwei Jahre nicht herauskommst.

  5. Betriebskosten

    Welche Positionen sind umgelegt, gibt es eine Pauschale oder eine Abrechnung, und wie ist der Verteilerschlüssel? Zwei identisch aussehende Angebote können sich hier um mehrere hundert Euro im Jahr unterscheiden.

So sieht die Gegenüberstellung aus

Beispielhafte Gegenüberstellung zweier Mietangebote (Muster, keine realen Verträge)

KriteriumAngebot AAngebot B
Risiko-Score4,2 von 107,8 von 10
Kritische Punkte13
Kaution3 Nettokaltmieten, Ratenzahlung erlaubt3 Bruttomieten, sofort fällig
MietanpassungKeine VereinbarungIndexmiete, jährlich
SchönheitsreparaturenNach BedarfStarrer Fristenplan plus Endrenovierung
BindungGesetzliche Kündigungsfrist24 Monate Kündigungsverzicht

Deutsches und österreichisches Recht

Geprüft wird gegen BGB und Mietrecht in Deutschland sowie MRG und ABGB in Österreich.

Einzelne Vertragsarten prüfen

Häufige Fragen

Wie vergleiche ich zwei Mietverträge sinnvoll?
Nicht Zeile für Zeile lesen, sondern an denselben Kriterien messen: Kaution, Mietanpassung, Renovierung, Kündigung, Betriebskosten. Genau das macht die Gegenüberstellung automatisch für beide Dokumente.
Gilt der Vergleich auch für österreichische Mietverträge?
Ja. Österreichische Verträge werden gegen MRG und ABGB geprüft, deutsche gegen das BGB. Ein Angebot aus Deutschland und eines aus Österreich lassen sich so nebeneinander bewerten, jedes nach dem für es geltenden Recht.
Was zeigt der Risiko-Score?
Er fasst zusammen, wie stark der Vertrag von der üblichen und rechtlich unbedenklichen Gestaltung abweicht. Ein hoher Wert bedeutet nicht, dass der Vertrag unwirksam ist, sondern dass mehrere Klauseln zu deinen Lasten gehen.
Brauche ich für den Vergleich ein Konto?
Ja, weil beide Verträge dauerhaft gegenübergestellt werden. Das Konto ist kostenlos, der Vergleich selbst wird über ein Vergleichs-Paket freigeschaltet.

Beide Angebote nebeneinander sehen

Beide Dokumente hochladen oder aus dem Depot wählen. Die Gegenüberstellung zeigt Risiko-Score, kritische Punkte und Fristen je Seite. Vergleichs-Paket ab 8,99 €, einmalig.

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Weitere Vergleichsfälle

Hinweis: Keine Rechtsberatung. Diese Analyse ist eine KI-gestützte Informations- und Auffälligkeitsprüfung und stellt keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung dar (Deutschland: RDG, Österreich: RAO). Sie macht potenziell auffällige Klauseln sichtbar und bewertet Prüfbedarf, nicht die Rechtswirksamkeit. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt.

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