Abfindung berechnen
Bruttomonatsgehalt und Beschäftigungsjahre eingeben: Der Rechner zeigt die Regelabfindung nach der üblichen Formel und die realistische Spanne für die Verhandlung.
Je unsicherer der Arbeitgeber über die Wirksamkeit ist, desto höher fällt die Abfindung in der Regel aus.
Regelabfindung (0,5 Gehälter pro Jahr)
12.600 €
Realistische Verhandlungsspanne
12.600 € bis 18.900 €
Gerechnet mit 6 Jahren. Beträge sind brutto und in Deutschland voll lohnsteuerpflichtig, aber in der Regel sozialversicherungsfrei. Die Fünftelregelung kann die Steuerlast senken.
Woher die Formel kommt und was sie wert ist
Die Regelabfindung von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr steht in § 1a KSchG für den Sonderfall der betriebsbedingten Kündigung mit Hinweis auf die Abfindung. In der Praxis rechnen Arbeitsgerichte und Anwälte damit auch außerhalb dieses Falls, weil sie ein anerkannter Startwert ist.
Was du tatsächlich bekommst, hängt weniger von der Formel ab als vom Prozessrisiko des Arbeitgebers. Ist die Kündigung angreifbar, etwa wegen fehlender Sozialauswahl, fehlerhafter Betriebsratsanhörung oder Sonderkündigungsschutz, steigen die Faktoren deutlich. Umgekehrt drückt eine wasserdichte Kündigung den Betrag.
Achte im Aufhebungsvertrag auf das Beendigungsdatum: Wird die ordentliche Kündigungsfrist nicht eingehalten, droht eine Sperrzeit von bis zu zwölf Wochen beim Arbeitslosengeld, die schnell mehr kostet als die zusätzlich verhandelte Abfindung.
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Häufige Fragen
- Wie wird eine Abfindung berechnet?
- Üblich ist die Regelformel: ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Sie steht so in § 1a KSchG für den Sonderfall der betriebsbedingten Kündigung und dient in der Praxis als Ausgangspunkt für Verhandlungen und Abfindungsvergleiche.
- Habe ich einen Anspruch auf Abfindung?
- Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nur in Ausnahmen, etwa bei einem Sozialplan, einer Regelung im Tarif- oder Arbeitsvertrag oder bei einem Angebot nach § 1a KSchG. In den meisten Fällen ist die Abfindung Verhandlungssache, ihr Wert steigt mit der Unsicherheit des Arbeitgebers über die Wirksamkeit der Kündigung.
- Wird die Abfindung versteuert?
- Ja, eine Abfindung ist voll lohnsteuerpflichtig. Sozialversicherungsbeiträge fallen in Deutschland in der Regel nicht an. Die Fünftelregelung kann die Steuerlast senken, wenn die Zahlung zusammengeballt in einem Jahr zufließt.
- Was ist im Aufhebungsvertrag wichtig?
- Beendigungsdatum unter Einhaltung der Kündigungsfrist (sonst droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld), Abfindungshöhe und Fälligkeit, Freistellung, Urlaubsabgeltung, Zeugnisnote und eine saubere Ausgleichsklausel.
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Die Berechnung bildet die gesetzlichen Regelfälle ab und ersetzt keine Rechtsberatung. Abweichende Regelungen im Vertrag, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können vorgehen.