Was eine KI zuverlässig erkennt
Formale Risiken sind die Stärke der KI: Laufzeiten, automatische Verlängerung, Kündigungsfristen, Vertragsstrafen, Haftungsausschlüsse, Gerichtsstand und einseitige Preisanpassungsklauseln.
Wo die Grenzen liegen
Die KI kennt weder deine Verhandlungsposition noch mündliche Nebenabreden oder aktuelle Einzelfallrechtsprechung. Bei hohen Summen, Notarverträgen und Streitfällen bleibt anwaltliche Prüfung nötig.
Datenschutz & DSGVO
Verträge enthalten personenbezogene Daten. Achte darauf, wo verarbeitet und wie lange gespeichert wird. CheckVertrag verarbeitet verschlüsselt, du kannst jedes Dokument jederzeit löschen.
Rechtsraum DE / AT / CH
Eine brauchbare KI-Prüfung muss den Rechtsraum unterscheiden: AGB-Kontrolle nach BGB in Deutschland, KSchG und ABGB in Österreich, OR in der Schweiz. Pauschale Antworten ohne Rechtsraumbezug sind ein Warnsignal.
Beispiel Kaution und Depot: DE / AT / CH
Dieselbe Klausel, drei Antworten: In Deutschland ist eine Mietkaution auf drei Nettokaltmieten begrenzt (§ 551 BGB). In Österreich sind bis zu sechs Bruttomonatsmieten üblich, im MRG-Vollanwendungsbereich aber genau geregelt. In der Schweiz darf das Mietzinsdepot höchstens drei Monatszinse betragen und muss auf einem Sperrkonto auf den Namen der Mieterin liegen (Art. 257e OR). Die KI ordnet deine Klausel nach dem jeweils passenden Recht ein.
Beispiel Kündigungsfrist: DE / AT / CH
Beim Wohnraummietvertrag kündigt die Mieterseite in Deutschland mit drei Monaten Frist (§ 573c BGB), in Österreich gelten im MRG-Vollanwendungsbereich eigene Regeln zu Kündigung und Verlängerung, und in der Schweiz beträgt die Frist drei Monate zum ortsüblichen Termin und braucht das amtliche Formular (Art. 266c, 266l OR). Eine Klausel, die in Wien zulässig ist, kann in Zürich ungültig sein – deshalb nennt die KI die Vorschriften des gewählten Rechtsraums.
Beispiel AGB-Kontrolle: DE / AT / CH
Deutschland prüft AGB streng nach §§ 305 bis 310 BGB mit ausführlichem Klauselkatalog. Österreich zieht über § 879 ABGB und das KSchG gröblich benachteiligende Klauseln heran. In der Schweiz greift vor allem das UWG mit dem Generalklausel-Verbot unlauterer Geschäftsbedingungen. Der Bericht nennt dir die Normen des gewählten Rechtsraums.
Halluzinationen erkennen
Jede Aussage sollte an einer zitierten Klausel hängen. Ein Bericht, der Paragrafen nennt, aber keine Textstelle aus deinem Vertrag zeigt, ist nicht überprüfbar.
Vorbereitung statt Ersatz
Der größte Nutzen: Du gehst mit einer konkreten Fragenliste in den Notar- oder Anwaltstermin, das spart teure Beratungszeit.
Wie die KI-Prüfung Schritt für Schritt arbeitet
Vier Schritte: Die Texterkennung holt den Inhalt aus PDF, Word oder Foto, bei gescannten Dokumenten über OCR. Das Sprachmodell erkennt den Vertragstyp und zerlegt den Text in einzelne Klauseln. Ein Regelkatalog mit den gesetzlichen Standards des gewählten Rechtsraums prüft jede Klausel auf Laufzeiten, Kündigung, Haftung, Vertragsstrafen, Preisanpassung und Verfall. Zuletzt wird jede Fundstelle verifiziert: Sie zählt nur, wenn das Modell sie mit einer wörtlichen Stelle aus deinem Vertrag belegen kann, ohne belegbares Zitat fällt sie weg. So bleibt das Ergebnis nachprüfbar statt pauschal.
Welche Gesetze und Urteile die Bewertung stützen
Der Bericht nennt zu jeder Fundstelle die Norm, nach der bewertet wird. In Deutschland ist das vor allem die AGB-Kontrolle nach §§ 305 bis 310 BGB mit Transparenzgebot (§ 307) und Klauselkatalog (§ 309), im Mietrecht unter anderem §§ 535, 547, 551 und 573c BGB, im Arbeitsrecht die Verfallklausel neben § 3 MiLoG. In Österreich ziehen ABGB (§ 879), KSchG (§§ 5 bis 10) und MRG dieselben Fragen heran, in der Schweiz der OR (Art. 257e, 266c, 266l) und das UWG. Wo gefestigte Rechtsprechung die Klausel beurteilt, steht auch sie im Text, etwa die BGH-Entscheidung zu Schönheitsreparaturen (VIII ZR 185/14). Diese Grundlagen gehören zur Prüfrasterlogik, sie sind keine nachträgliche Ausschmückung.
Für wen die KI-Vertragsprüfung gedacht ist
Privatkunden prüfen Miet-, Kauf- und Verbraucherverträge, Freelancer ihre Rahmen- und Dienstleistungsverträge, kleine Unternehmen AGB, NDAs und Mitarbeiterverträge. Am meisten bringt sie, wenn viele Standardverträge ohne Anwältin beurteilt werden müssen; für Sonderfälle bleibt die anwaltliche Prüfung.
KI-Vertragsprüfung im Unternehmen
Auch im Geschäftsalltag hilft sie: eingehende Verträge vor der Unterschrift vorfiltern, AGB von Lieferanten gegen eigene Standards prüfen, Compliance-Anforderungen wie DORA bei Finanzunternehmen vorbereiten. Für größeres Prüfvolumen gibt es die KI-Vertragsprüfung für Unternehmen.
Arbeitsvertrag mit KI prüfen
Der häufigste Anlass, und der mit den klarsten Prüfpunkten. Die KI sieht zuerst auf die Probezeit samt verkürzter Kündigungsfrist, die Überstundenregelung (eine Pauschalabgeltung „mit dem Gehalt abgegolten“ ohne Obergrenze ist der Klassiker), Wettbewerbsverbote nach dem Ende und ob dafür eine Karenzentschädigung vorgesehen ist, Verfallklauseln mit Ausschlussfristen unter drei Monaten, Rückzahlungsklauseln für Fortbildungen und die Bindung an Versetzungen. Zu jedem Punkt steht die Klausel aus deinem Vertrag im Bericht, nicht nur die Norm.
Was eine KI-Vertragsprüfung kostet
Die Vorprüfung mit den ersten Fundstellen ist kostenlos und braucht weder Konto noch Zahlungsdaten. Der vollständige Bericht kostet ab 6,99 € einmalig, ohne Abo und ohne Folgekosten. Zum Vergleich: Eine anwaltliche Erstprüfung eines Standardvertrags liegt meist im dreistelligen Bereich, bei Abrechnung nach RVG hängt sie am Gegenstandswert. Die KI-Prüfung ersetzt das nicht, sie verkürzt aber den Termin, weil du mit einer konkreten Fragenliste hineingehst statt mit dem ganzen Vertrag.
Als Privatperson: was enthalten ist
Ohne Konto und ohne Zahlungsdaten: Vertrag hochladen, Vertragsart wird erkannt, jede Klausel bekommt eine Risikoampel, die ersten Fundstellen sind mit Zitat und Norm sichtbar. Ergebnis meist in unter einer Minute. Der vollständige Bericht kostet ab 6,99 € einmalig und enthält alle Fundstellen, den PDF-Report und fünf Chat-Rückfragen zum Dokument. Gewählt wird vorab der Rechtsraum: Deutschland (BGB, AGB-Recht §§ 305 bis 310), Österreich (ABGB, KSchG, MRG) oder Schweiz (OR). Mit kostenlosem Konto kommt ein Vertragsdepot dazu: Fristen werden aus dem Vertrag erkannt, vor jeder Kündigungsfrist erinnert und als Kalendereintrag exportiert.
Als Unternehmen: was dazukommt
Dieselbe Prüfung, dieselbe Einzelanalyse ab 6,99 € je Vertrag, ohne Abo. Bei laufendem Prüfvolumen gibt es ein Team-Konto mit gemeinsamem Vertragsdepot, Fristenüberwachung über alle Verträge und Rechnung auf das Unternehmen. Der Preis steht vorab fest und hängt nicht am Gegenstandswert, anders als bei anwaltlicher Abrechnung nach RVG. Typische Anwendungen: eingehende Verträge vor der Unterschrift vorfiltern, AGB von Lieferanten gegen eigene Standards prüfen, NDAs und Mitarbeiterverträge beurteilen. Nicht enthalten sind Vertragsverhandlung, Vertretung und verbindliche Rechtsauskunft; das ist in Deutschland nach dem RDG Anwältinnen und Anwälten vorbehalten.