Schenkungssteuer

Porträt von DI (FH) Shahab Daban, MScVon DI (FH) Shahab Daban, MScRedaktionell geprüft von CheckVertrag Redaktion

Kurz erklärt

Die Schenkungssteuer erfasst unentgeltliche Zuwendungen zu Lebzeiten und ist eng mit der Erbschaftsteuer verzahnt. Die Freibeträge gelten alle zehn Jahre neu: 500.000 Euro für Ehegatten, 400.000 Euro je Kind, 200.000 Euro für Enkel. Eine Schenkung ist binnen drei Monaten beim Finanzamt anzuzeigen (§ 30 ErbStG).

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Schenkungssteuer: Bedeutung im Detail

Die Schenkungssteuer erfasst unentgeltliche Zuwendungen zu Lebzeiten und ist in Deutschland eng mit der Erbschaftsteuer verzahnt, dieselben Freibeträge, dieselben Steuerklassen. Entscheidend ist der Zehnjahreszeitraum: Freibeträge können alle zehn Jahre neu ausgeschöpft werden, weshalb frühzeitige Übertragungen in Etappen erheblich Steuer sparen. Gestaltungsmittel sind der Nießbrauchsvorbehalt, die Kettenschenkung über den Ehegatten und das steuerbefreite Familienheim. Österreich kennt seit 2008 keine Schenkungssteuer mehr, dafür aber eine Anzeigepflicht und die Grunderwerbsteuer bei Immobilien.

Rechtslage in Deutschland und Österreich

Deutschland
ErbStG. Freibeträge: Ehegatte 500.000 €, Kind 400.000 €, Enkel 200.000 €, jeweils alle zehn Jahre erneut. Anzeigepflicht binnen drei Monaten (§ 30 ErbStG).
Österreich
Keine Schenkungssteuer seit 2008, aber Anzeigepflicht nach § 121a BAO ab 50.000 € unter nahen Angehörigen bzw. 15.000 € sonst. Bei Immobilien fällt Grunderwerbsteuer nach dem Stufentarif an.

Beispielformulierung aus der Praxis

Die Übertragung erfolgt unentgeltlich im Wege der vorweggenommenen Erbfolge unter Anrechnung auf den Pflichtteil des Erwerbers.

Die Anrechnungsbestimmung ist wichtig: Ohne sie kann sich der Beschenkte später zusätzlich auf seinen vollen Pflichtteil berufen.

Häufige Fragen

Wie oft kann der Freibetrag genutzt werden?

In Deutschland alle zehn Jahre erneut, gerechnet ab dem Tag der jeweiligen Schenkung. Wer früh anfängt, kann große Vermögen über mehrere Etappen steuerfrei übertragen.

Ist die Schenkung des Familienheims steuerfrei?

Unter Ehegatten ja, ohne Wertgrenze und ohne Anrechnung auf den Freibetrag (§ 13 Abs. 1 Nr. 4a ErbStG). Bei Kindern gilt die Befreiung nur im Erbfall und unter Wohn- und Flächenauflagen.

Muss ich eine Schenkung selbst melden?

Ja. In Deutschland sind sowohl Schenker als auch Beschenkter binnen drei Monaten anzeigepflichtig; in Österreich besteht die Anzeigepflicht nach § 121a BAO oberhalb der Wertgrenzen.

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