AVV-Checkliste: alle Pflichtinhalte nach Art. 28 DSGVO
Die meisten Auftragsverarbeitungsverträge kommen als fertiges Muster des Anbieters. Das ist zulässig, verschiebt aber die Prüfarbeit zu Ihnen: Sie müssen erkennen, ob das Muster die Pflichtinhalte abdeckt und ob die Ausgestaltung zu Ihrem Risiko passt.
Kurz gesagt
Ein AVV muss nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO mindestens Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung, Datenarten und Betroffenenkategorien sowie die Pflichten des Auftragsverarbeiters regeln: Weisungsbindung, Vertraulichkeit, technische und organisatorische Maßnahmen, Unterauftragnehmer, Unterstützung bei Betroffenenrechten, Löschung oder Rückgabe nach Vertragsende und Nachweis- sowie Kontrollrechte. Fehlt einer dieser Punkte, ist das Muster nachzubessern.
Erst am eigenen Vertrag prüfen, dann entscheiden: die ersten drei Fundstellen sind kostenlos.
Pflichtinhalte zum Abhaken
Gehen Sie das Muster Punkt für Punkt durch. Ein fehlender Punkt ist kein Formfehler, sondern ein Verstoß gegen Art. 28 DSGVO.
- Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung konkret beschrieben
- Datenarten und Kategorien betroffener Personen benannt, nicht nur beispielhaft
- Verarbeitung ausschließlich auf dokumentierte Weisung, inklusive Meldung rechtswidriger Weisungen
- Vertraulichkeitsverpflichtung aller eingesetzten Personen
- Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO als prüfbare Anlage
- Regelung zu Unterauftragnehmern mit Liste, Information und Widerspruchsrecht
- Unterstützung bei Betroffenenrechten und bei Meldepflichten nach Art. 33 und 34 DSGVO
- Löschung oder Rückgabe nach Vertragsende mit konkreter Frist
- Nachweis- und Kontrollrechte, auch vor Ort oder über anerkannte Zertifikate
Typische Lücken in Anbietermustern
Wiederkehrende Schwachstellen sind eine pauschale Vorabgenehmigung aller künftigen Unterauftragnehmer ohne Widerspruchsrecht, eine Beschreibung der technischen Maßnahmen als Marketingtext ohne konkrete Aussagen zu Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und Protokollierung, Löschregelungen mit dem Zusatz einer unbestimmten Aufbewahrung sowie Auditrechte, die faktisch auf ein Selbstauskunftsformular reduziert sind.
Erst am eigenen Vertrag prüfen, dann entscheiden: die ersten drei Fundstellen sind kostenlos.
Kosten- und Haftungsfallen
Achten Sie auf Klauseln, nach denen Unterstützungsleistungen bei Betroffenenanfragen oder Audits gesondert nach Aufwand abgerechnet werden, sowie auf Haftungsobergrenzen, die deutlich unter dem Bußgeldrisiko liegen. Beides ist verhandelbar und wird selten von allein angepasst.
So prüfen Sie ein Muster in wenigen Minuten
Laden Sie den AVV als PDF oder Word-Datei hoch. Die Analyse gleicht die Struktur mit den Pflichtinhalten ab, markiert fehlende Punkte, zitiert die kritischen Klauseln im Wortlaut und nennt Fragen zur Klärung mit dem Anbieter. Das Ergebnis eignet sich als Vorlage für die Rückmeldung an den Anbieter.
Erst am eigenen Vertrag prüfen, dann entscheiden: die ersten drei Fundstellen sind kostenlos.
AV-Vertrag prüfen lassen oder Datenschutz-Kontingent anfragen
Wir markieren fehlende Pflichtangaben nach Art. 28 DSGVO, Subunternehmer-Regeln und Löschfristen in rund 30 Sekunden. 6,99 Euro je Analyse; im Paket ab 3,50 € je Vertrag (10 Analysen für 34,99 €), ab 15 Analysen individuelles Angebot.
- Prüfliste zu Art. 28 Abs. 3 DSGVO: Weisungsrecht, TOM, Unterauftragsverarbeiter, Löschung
- Verarbeitung in der EU, Verträge werden nicht für Modelltraining verwendet
- Kontingent für wiederkehrende AVV-Prüfungen inklusive Sammelrechnung
Was kostet das konkret?
Feste Paketpreise, einmalig zahlbar, kein Abo und keine Mindestlaufzeit. Das Guthaben steht sofort nach dem Kauf bereit und verfällt nicht.
Einzelanalyse
6,99 €
1 Analyse · 6,99 € je Vertrag
- 5 Rückfragen im Chat
- Rechnung mit ausgewiesener USt.
3er-Paket
14,99 €
3 Analysen · 5,00 € je Vertrag
- 15 Rückfragen im Chat
- Rechnung mit ausgewiesener USt.
5er-Paket
21,99 €
5 Analysen · 4,40 € je Vertrag
- 25 Rückfragen im Chat
- Rechnung mit ausgewiesener USt.
10er-Paket
34,99 €
10 Analysen · 3,50 € je Vertrag
- 50 Rückfragen im Chat
- Rechnung mit ausgewiesener USt.
Rechenbeispiel Einkauf: 15 Rahmenverträge im Quartal
Ab 15 Analysen machen wir Ihnen ein Angebot mit Staffelpreis. Als Orientierung: das größte Paket oben liegt bei 3,50 € je Vertrag, 15 Prüfungen kosten damit rund 52,50 €. Eine externe Erstprüfung liegt üblicherweise bei 180 bis 400 € pro Stunde — schon eine eingesparte Prüfstunde deckt das Ganze.
Sagen Sie uns, wie viele AV-Verträge pro Jahr anfallen. Sie erhalten eine Einschätzung zu Kontingent und Ablauf, meist am selben Werktag.
Häufige Fragen
- Brauchen wir für jeden Dienstleister einen eigenen AVV?
- Für jeden Auftragsverarbeiter ja. Nicht erforderlich ist er, wenn der Partner als eigener Verantwortlicher handelt, etwa Steuerberater, Kanzlei oder Bank.
- Reicht das Standardmuster des Anbieters?
- Oft als Ausgangspunkt, selten unverändert. Prüfen Sie besonders Unterauftragnehmer, technische Maßnahmen, Löschfristen und Haftung, weil Anbietermuster dort typischerweise zu ihren Gunsten formuliert sind.
- Muss ein AVV unterschrieben werden?
- Art. 28 Abs. 9 DSGVO verlangt Textform, ein elektronisches Format genügt. Eine handschriftliche Unterschrift ist nicht erforderlich, die Dokumentation der Vereinbarung aber schon.
- Was kostet die Prüfung eines AV-Vertrags?
- Die Einzelanalyse kostet ab 6,99 Euro, ab 15 Analysen richten wir ein Kontingent auf Rechnung ein. Eine erste Vorprüfung mit den wichtigsten Befunden ist kostenlos.
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