CheckVertrag vs. fynk und Legartis: Welche KI-Vertragsprüfung passt zu dir?
fynk (Wien) und Legartis (Zürich) sind etablierte KI-Anbieter im DACH-Raum. Beide adressieren allerdings Unternehmen mit laufendem Vertragsvolumen: Contract Lifecycle Management, Playbook-basierte Freigaben, Team-Workflows, Anbindung an bestehende Systeme. CheckVertrag löst ein anderes Problem: Ein einzelner Vertrag liegt dir vor, du willst vor der Unterschrift wissen, was darin kritisch ist. Kein Abo, kein Onboarding, kein Vertrieb.
Direkter Vergleich
| Kriterium | CheckVertrag | fynk / Legartis (CLM) |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Privatpersonen, Freelancer und kleine Unternehmen mit einzelnen Verträgen | Rechts-, Einkaufs- und Vertriebsabteilungen mit laufendem Vertragsvolumen |
| Preismodell | Ab 6,99 € pro Vollanalyse, kein Abo, keine Mindestlaufzeit | Lizenz- bzw. Abomodell für Teams, Preis üblicherweise auf Anfrage |
| Einstieg | Datei hochladen, Ergebnis sofort – Registrierung erst zum Freischalten | Demo-Termin, Onboarding und Konfiguration vor der ersten Prüfung |
| Prüfmaßstab | Gesetzliche Vorgaben und Rechtsprechung in DE und AT, Fundstelle im Bericht | Eigenes Unternehmens-Playbook: Was das Team als Standard definiert hat |
| Rolle im Vertrag | Perspektive der schwächeren Seite: Was steht dir gegenüber im Weg | Perspektive des Unternehmens, das den Vertrag verhandelt oder vorgibt |
| Vertragsverwaltung, Fristen, E-Signatur | Nein – reine Prüfung, kein Vertragsarchiv | Ja – Lifecycle-Management, Fristenmonitoring, Workflows |
| Verständlichkeit für Nicht-Juristen | Klartext-Erklärung plus Ampel je Klausel, keine Vorkenntnisse nötig | Auf juristische Fachanwender ausgelegt |
| Rückfragen zum eigenen Vertrag | Ja – Chat zum konkreten Dokument, mit Bezug auf die geprüften Klauseln | Abhängig von Produktumfang und Lizenz |
| Rechtsberatung | Nein – KI-Vorprüfung, ersetzt keinen Anwalt | Nein – Software, ersetzt keine anwaltliche Prüfung |
Wann lohnt sich was?
Nimm CheckVertrag, wenn …
dir ein einzelner Vertrag vorliegt. Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Kaufvertrag, AGB oder NDA und du vor der Unterschrift wissen willst, welche Klauseln zu deinen Lasten gehen. Ohne Abo, ohne Demo-Termin, ohne juristische Vorkenntnisse.
Nimm fynk oder Legartis, wenn …
in deinem Unternehmen laufend Verträge geprüft, verhandelt, freigegeben und verwaltet werden und du eigene Prüfstandards als Playbook hinterlegen willst. Inklusive Fristenüberwachung, Rollen und Systemanbindung.
Wo die Ansätze sich unterscheiden
Ein CLM prüft Verträge gegen den internen Standard des Unternehmens. CheckVertrag prüft gegen die Rechtslage in DE und AT. Aus Sicht derjenigen Partei, der der Vertrag vorgelegt wird. Das sind zwei verschiedene Fragen, nicht zwei Preisklassen derselben Frage.
Risiko- und Klausel-Check
Typische Klauseln, wie sie in vorgelegten Verträgen vorkommen und was die Prüfung daraus macht. Genau diese Fälle stehen bei Enterprise-Tools selten im Playbook, weil dort die Unternehmensseite den Vertrag stellt.
„Mit dem Gehalt sind sämtliche Überstunden abgegolten.“
KritischPauschale Abgeltung ohne Begrenzung. Zu solchen Klauseln gibt es gefestigte Rechtsprechung; hoher Prüfbedarf.
BAG-Rechtsprechung zu § 307 Abs. 1 S. 2 BGB; in AT greifen die Grenzen des AZG und des jeweiligen Kollektivvertrags.
„Der Mieter verpflichtet sich, alle drei Jahre zu renovieren.“
KritischStarrer Fristenplan für Schönheitsreparaturen. Weicht vom gesetzlichen Leitbild ab und ist häufig Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen.
Rechtsprechung dazu: BGH VIII ZR 361/03; Regelungen in § 307 BGB.
„Bei jedem Verstoß wird eine Vertragsstrafe von 50.000 € fällig.“
PrüfenHohe pauschale Vertragsstrafe. Maßstab sind Angemessenheit und Bestimmbarkeit der Höhe; Vergleich mit marktüblichen Konditionen sinnvoll.
Gegenüber Verbrauchern und in AGB oft zu hoch angesetzt; in AT zusätzlich richterliches Mäßigungsrecht nach § 1336 ABGB.
„Die Gewährleistung wird ausgeschlossen.“
KritischVollständiger Ausschluss der Gewährleistung. Weicht vom gesetzlichen Leitbild ab; für Verbraucherverträge und bei Arglist bestehen gesetzliche Sonderregeln.
§§ 476, 444 BGB; in AT §§ 922 ff. ABGB und § 9 KSchG.
„Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.“
ÜblichÜbliche salvatorische Klausel, kein besonderer Prüfbedarf. Wie sie mit einzelnen Klauseln zusammenwirkt, regeln §§ 139 und 306 BGB.
Details in unserer Seite zur salvatorischen Klausel.
Mehr Beispiele mit Rechtsgrundlage in der Klausel-Datenbank.
Passende Vertragsarten prüfen
Direkt zur Prüfseite für deinen Vertragstyp – jeweils mit den typischen Risikoklauseln für Deutschland und Österreich.
- Arbeitsvertrag prüfenÜberstunden, Probezeit, Konkurrenzklausel
- Mietvertrag prüfenKaution, Renovierung, Kündigungsfristen
- NDA prüfenVertragsstrafe und Laufzeit
- Freelancer-Vertrag prüfenNutzungsrechte, Scheinselbstständigkeit
- AGB prüfenKlauselverbote nach §§ 308, 309 BGB
- Kaufvertrag prüfenGewährleistungsausschluss erkennen
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Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen CheckVertrag und fynk?
- fynk ist eine Contract-Lifecycle-Management-Plattform: Verträge werden dort erstellt, verhandelt, freigegeben, signiert und verwaltet, die KI prüft gegen ein hinterlegtes Unternehmens-Playbook. CheckVertrag prüft einen einzelnen, dir vorgelegten Vertrag gegen die Rechtslage in Deutschland und Österreich und erklärt jede Klausel in Klartext. Kein Abo, kein Onboarding.
- Ist Legartis für Privatpersonen geeignet?
- Legartis richtet sich an Rechts- und Einkaufsabteilungen und wird als Team-Lösung mit Implementierung vertrieben. Für eine einmalige Prüfung eines Miet- oder Arbeitsvertrags ist das weder vom Preismodell noch vom Funktionsumfang her der passende Weg.
- Was kosten fynk und Legartis?
- Beide Anbieter weisen keine öffentlichen Standardpreise für Selbstbedienung aus, sondern arbeiten mit individuellen Angeboten nach Demo-Termin. Üblich sind Jahreslizenzen im Unternehmenskontext. Aktuelle Konditionen erfragst du direkt beim jeweiligen Anbieter. CheckVertrag kostet ab 6,99 € pro Vollanalyse, die ersten drei Klauseln sind gratis.
- Prüft CheckVertrag auch österreichisches Recht?
- Ja. Die Analyse unterscheidet zwischen deutschem Recht (BGB, AGB-Recht, BeurkG) und österreichischem Recht (ABGB, KSchG, MRG, AngG) und weist im Bericht die jeweils einschlägige Norm aus.
- Kann ich CheckVertrag auch als kleines Unternehmen nutzen?
- Ja. Für einzelne Verträge. Lieferantenvertrag, NDA, Freelancer-Vertrag, Gewerbemietvertrag. Ist die Einzelprüfung meist ausreichend. Sobald du Verträge dauerhaft verwalten, Fristen überwachen und im Team freigeben willst, ist ein CLM wie fynk oder Legartis das passendere Werkzeug.
- Ersetzt eine KI-Vertragsprüfung den Anwalt?
- Nein. Weder bei CheckVertrag noch bei den Enterprise-Anbietern. Es handelt sich um Softwareunterstützung, nicht um Rechtsberatung. Bei Streit, hohen Summen oder Verhandlungsbedarf gehört der Fall zum Anwalt; die Vorprüfung verkürzt dort das Gespräch.
Einen Vertrag prüfen, ohne Demo-Termin
Datei hochladen, rund 30 Sekunden warten, Klausel-für-Klausel-Einordnung lesen. Erste drei Klauseln gratis, Vollanalyse ab 6,99 € ohne Abo.
Vertrag jetzt prüfenKI-Vorprüfung, keine Rechtsberatung – siehe KI-Transparenz