Kaufpreisfälligkeit
Kurz erklärt
Die Kaufpreisfälligkeit ist der Zeitpunkt, zu dem der Käufer zahlen muss. Beim Immobilienkauf darf sie nie vor der eingetragenen Auflassungsvormerkung und der gesicherten Lastenfreistellung liegen. Deshalb knüpft der Vertrag sie an die Fälligkeitsmitteilung des Notars, nicht an ein festes Kalenderdatum – Verzugszinsen laufen erst ab deren Zugang.
Steht „Kaufpreisfälligkeit“ in deinem Vertrag?
Füge die Stelle aus deinem Vertrag ein oder lade ihn ganz hoch: Die KI markiert, was „Kaufpreisfälligkeit“ betrifft, erklärt es in Alltagssprache und nennt die Vorschrift dazu.
Oder den ganzen Vertrag als Datei:
Kostenlos starten
Vertrag hierher ziehen oder auswählen
PDF, Word oder mehrere Fotos · Seite für Seite · max. 25 MB · kostenlos, ohne Anmeldung
- Ergebnis in rund 30 Sekunden
- Erste 3 Fundstellen gratis, ohne Konto
- Verarbeitung in der EU, DSGVO-konform
Kaufpreisfälligkeit: Bedeutung im Detail
Die Fälligkeitsklausel ist die wichtigste Schutzvorschrift im Immobilienkaufvertrag. Sie bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor der Käufer zahlt. Der Notar prüft diese Voraussetzungen und versendet erst dann die Fälligkeitsmitteilung. Ab deren Zugang läuft die Zahlungsfrist, üblicherweise 10 bis 14 Tage. Zu den Standardvoraussetzungen gehören die eingetragene Auflassungsvormerkung an erster offener Rangstelle, das Vorliegen aller Löschungsbewilligungen, die Erklärung des Vorkaufsrechtsverzichts der Gemeinde und behördliche Genehmigungen.
Rechtslage in Deutschland und Österreich
- Deutschland
- Der Notar erstellt die Fälligkeitsmitteilung erst, wenn Vormerkung und Lastenfreistellung gesichert sind. Verzugszinsen laufen erst ab Zugang dieser Mitteilung.
- Österreich
- Der Treuhänder gibt den Kaufpreis erst frei, wenn Lastenfreiheit und Rangordnung gesichert sind; bis dahin liegt das Geld auf dem Treuhandkonto.
Beispielformulierung aus der Praxis
Der Kaufpreis ist binnen 14 Tagen nach Zugang der schriftlichen Mitteilung des Notars fällig, dass die Auflassungsvormerkung eingetragen ist, sämtliche Löschungsunterlagen vorliegen und das gemeindliche Vorkaufsrecht nicht ausgeübt wird.
Diese Klausel ist korrekt. Warnsignal ist jede Formulierung, die die Fälligkeit an ein festes Datum oder allein an die Beurkundung knüpft.
Häufige Fragen
Was passiert bei verspäteter Zahlung?
Es fallen Verzugszinsen an. Meist vertraglich auf 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz festgelegt. Bei erheblichem Verzug kann der Verkäufer nach Fristsetzung vom Vertrag zurücktreten.
Darf der Verkäufer eine Anzahlung vor Fälligkeit verlangen?
Vertraglich vereinbaren lässt sich vieles, sinnvoll ist es nicht. Ohne eingetragene Vormerkung zahlst du ungesichert und trägst das volle Insolvenz- und Doppelverkaufsrisiko.
Diese Klausel im eigenen Vertrag prüfen
Lade deinen Vertrag hoch – die KI-Vertragsprüfung markiert kritische Klauseln wie „Kaufpreisfälligkeit“ in rund zwei Minuten, inklusive Einordnung für DE und AT.
Passende Prüf-Seiten
Passend dazu im Produkt
Verwandte Begriffe
Gesetzesgrundlagen zu diesem Begriff
Wer diesen Beitrag verantwortet
DI (FH) Shahab Daban, MSc
Gründer & Geschäftsführer, verantwortlich für die Inhalte
Shahab Daban verantwortet die Inhalte von CheckVertrag namentlich. Grundlage jeder Erklärung sind die zitierten Gesetzestexte aus Deutschland und Österreich sowie die Auswertung der über die Plattform geprüften Verträge. Die Inhalte sind eine Vorprüfung und allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
CheckVertrag Redaktion
Redaktionelle Prüfung & Quellenabgleich, keine anwaltliche Prüfung
Jede Definition wird redaktionell gegen die genannten Primärquellen (Gesetzestexte in DE, AT und CH) abgeglichen. Inhalte sind allgemeine Information und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Zuletzt aktualisiert am . Methodik und eingesetzte KI-Modelle: KI-Transparenz.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Zurück zum Glossar