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AGB nach österreichischem Recht prüfen lassen – kostenlos

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Österreichische AGB werden nicht nach BGB geprüft, sondern nach ABGB und KSchG — und in einem Punkt strenger: Die Inhaltskontrolle des § 879 Abs. 3 ABGB gilt auch zwischen Unternehmen. Lade deine AGB hoch, CheckVertrag prüft sie in unter 30 Sekunden gegen die österreichische Rechtslage.

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Worauf du achten solltest

Geltungskontrolle vor Inhaltskontrolle

§ 864a ABGB fragt zuerst, ob eine Klausel überhaupt Vertragsinhalt wurde. Ungewöhnlich ist sie auch durch ihre Platzierung — eine Haftungsregel unter der Überschrift Zahlungsbedingungen etwa.

Der Katalog des § 6 KSchG

Absatz 1 zählt absolut unzulässige Bestimmungen auf, Absatz 2 solche, die nur nach Aushandeln im Einzelnen wirken. Aushandeln heißt: ernsthaft zur Disposition gestellt, nicht bloß erläutert.

Transparenzgebot

§ 6 Abs. 3 KSchG kippt eine Klausel schon dann, wenn sie den Verbraucher über seine Rechtsposition im Unklaren lässt. Der OGH handhabt das streng; ganze Klauselwerke sind daran gefallen.

Gröbliche Benachteiligung auch im B2B

§ 879 Abs. 3 ABGB kennt keine Beschränkung auf Verbraucherverträge. Der Prüfmaßstab ist das dispositive Recht: Je weiter eine Klausel davon abweicht, desto begründungsbedürftiger ist sie.

Keine geltungserhaltende Reduktion

Im Verbandsprozess nach § 28 KSchG wird eine Klausel nicht auf das zulässige Maß gekürzt, sondern fällt in der beanstandeten Fassung ganz weg.

Gerichtsstand und Rechtswahl

Gegenüber Verbrauchern mit Wohnsitz in Österreich ist der Gerichtsstand nach § 14 KSchG beschränkt, und eine Rechtswahl darf den Verbraucher nicht um zwingenden Schutz bringen.

Checkliste: AGB nach österreichischem Recht

Sieben Punkte, an denen österreichische AGB regelmäßig scheitern.

  1. 1

    Wirksam einbezogen?

    Der Vertragspartner muss vor Vertragsschluss zumutbar Kenntnis nehmen können. Ein Verweis auf eine Website genügt nur mit erreichbarem Text.

  2. 2

    Ungewöhnliche Klauseln versteckt?

    § 864a ABGB: Eine überraschende und nachteilige Bestimmung wird ohne besonderen Hinweis gar nicht Vertragsinhalt.

  3. 3

    Katalog des § 6 KSchG geprüft?

    Absatz 1 ist absolut unzulässig, Absatz 2 nur nach Aushandeln im Einzelnen wirksam.

  4. 4

    Klar und verständlich formuliert?

    Das Transparenzgebot des § 6 Abs. 3 KSchG kippt Klauseln allein wegen ihrer Formulierung.

  5. 5

    Haftung sauber gestuft?

    Kein Ausschluss für Personenschäden und grobes Verschulden (§ 6 Abs. 1 Z 9 KSchG).

  6. 6

    Preisnebenabreden begründet?

    Hauptleistung und Entgelt sind kontrollfrei, Bearbeitungs- und Kontoführungsentgelte nicht.

  7. 7

    Auch im B2B geprüft?

    § 879 Abs. 3 ABGB gilt anders als § 307 BGB auch zwischen Unternehmen.

Beispielklauseln mit Risiko-Ampel

So ordnet unsere KI typische Formulierungen nach Prüfbedarf ein: grün, gelb oder rot.

Hohes Risiko

„Schweigen des Kunden gilt als Zustimmung zur Änderung der Bedingungen.“

Erklärungsfiktion ohne angemessene Frist und ausdrücklichen Hinweis. Regelungen dazu in § 6 Abs. 1 Z 2 KSchG; hier besteht erhöhter Prüfbedarf.

Mittleres Risiko

„Die Haftung ist auf grobe Fahrlässigkeit beschränkt; für leichte Fahrlässigkeit wird nicht gehaftet.“

Eine Ausnahme für Personenschäden fehlt. Regelungen dazu in § 6 Abs. 1 Z 9 KSchG; Klauseln ohne diese Ausnahme sind häufig Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen.

Geringes Risiko

„Es gilt ausschließlich das Recht der Republik Österreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.“

Übliche Rechtswahl. Zum zwingenden Verbraucherschutz des Wohnsitzstaats finden sich Regelungen in Art. 6 Rom-I-VO.

Häufige Fragen

Stand: Oktober 2026 · Redaktion CheckVertrag

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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Diese Analyse ist eine KI-gestützte Informations- und Auffälligkeitsprüfung und stellt keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung dar (Deutschland: RDG, Österreich: RAO). Sie macht potenziell auffällige Klauseln sichtbar und bewertet Prüfbedarf, nicht die Rechtswirksamkeit. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt.