Befristeten Arbeitsvertrag prüfen – wann die Befristung unwirksam ist
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Bei befristeten Verträgen entscheiden Formalien über Jahre: Fehlt die Unterschrift vor dem ersten Arbeitstag oder wurde zu oft verlängert, ist die Befristung unwirksam und aus dem Zeitvertrag wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Diese Fehler sind häufig und im Vertragstext sichtbar. Lade den Vertrag hoch und sieh in 30 Sekunden, ob deine Befristung trägt.
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Worauf du achten solltest
Schriftform vor Arbeitsantritt
Die Befristungsabrede muss von beiden Seiten eigenhändig unterschrieben sein, bevor die Arbeit beginnt. Wird erst später unterschrieben, ist die Befristung unwirksam und der Vertrag läuft unbefristet weiter.
Sachgrundlose Befristung: 2 Jahre, 3 Verlängerungen
§ 14 Abs. 2 TzBfG erlaubt maximal zwei Jahre und drei Verlängerungen. Eine „Verlängerung“ darf nur die Laufzeit ändern. Wird gleichzeitig das Gehalt oder die Tätigkeit angepasst, gilt das als Neuabschluss und die Befristung kippt.
Vorbeschäftigungsverbot
Bestand beim selben Arbeitgeber bereits ein Arbeitsverhältnis, ist eine sachgrundlose Befristung grundsätzlich unzulässig. Das BVerfG lässt Ausnahmen nur bei sehr lange zurückliegenden, kurzen oder ganz anders gearteten Vorbeschäftigungen zu.
Befristung mit Sachgrund
Vertretung, Projektarbeit, Saison, Erprobung oder Haushaltsmittel können eine längere Befristung tragen (§ 14 Abs. 1 TzBfG). Der Sachgrund muss tatsächlich vorliegen, ein Textbaustein genügt nicht.
Kettenbefristungen
Eine Aneinanderreihung befristeter Verträge kann rechtsmissbräuchlich sein. Gerichte prüfen Gesamtdauer und Anzahl der Verlängerungen; in Österreich verlangt jede Verlängerung eine eigene sachliche Rechtfertigung.
Ordentliche Kündigung nur bei Vereinbarung
Ein befristeter Vertrag kann vor Ablauf ordentlich nur gekündigt werden, wenn das ausdrücklich vereinbart ist (§ 15 Abs. 4 TzBfG). Fehlt die Klausel, sind beide Seiten bis zum Ende gebunden.
Drei-Wochen-Frist für die Entfristungsklage
Wer die Unwirksamkeit der Befristung geltend machen will, muss binnen drei Wochen nach dem vereinbarten Ende Klage erheben (§ 17 TzBfG). Danach gilt die Befristung als wirksam. Auch wenn sie es nie war.
Beispielklauseln mit Risiko-Ampel
So ordnet unsere KI typische Formulierungen nach Prüfbedarf ein: grün, gelb oder rot.
„Das Arbeitsverhältnis ist befristet bis zum 31.12. und beginnt am 01.01.“ (unterschrieben am 05.01.)
Unterschrift nach Arbeitsantritt. Regelungen zur Schriftform der Befristung in § 14 Abs. 4 TzBfG, zu den Folgen in § 16 TzBfG; hier besteht erhöhter Prüfbedarf.
„Der Vertrag wird um weitere 12 Monate verlängert; das Gehalt erhöht sich auf 3.500 €.“
Gleichzeitige Änderung der Vertragsbedingungen bei einer Verlängerung ist häufig Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen. Regelungen dazu in § 14 Abs. 2 TzBfG.
„Die Befristung erfolgt zur Vertretung von Frau M. während deren Elternzeit.“
Anerkannter Sachgrund nach § 14 Abs. 1 Nr. 3 TzBfG, sofern die Vertretung tatsächlich stattfindet.
„Eine ordentliche Kündigung während der Befristung ist ausgeschlossen.“
Verbreitet, bindet dich aber bis zum Ende. Bei langer Laufzeit ein erhebliches Risiko.
„Der Vertrag ist auf 8 Monate befristet, die Probezeit beträgt 6 Monate.“
Probezeit im Verhältnis zur Vertragsdauer sehr lang. Regelungen dazu in § 15 Abs. 3 TzBfG.
Häufige Fragen
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Stand: Oktober 2026 · Redaktion CheckVertrag
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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Diese Analyse ist eine KI-gestützte Informations- und Auffälligkeitsprüfung und stellt keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung dar (Deutschland: RDG, Österreich: RAO). Sie macht potenziell auffällige Klauseln sichtbar und bewertet Prüfbedarf, nicht die Rechtswirksamkeit. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt.